|
Schamanische Praktiken
Nachdem ich selbst in diesem Jahr eine schamanische Anwendung genoss und diese mir sehr sehr half, entschloss mich diesen Sommer ein Seminar über Schamanismus zu besuchen. Das Seminar bei der Foundation for Shamanic Studies. Schamanismus ist wohl eins der ältesten Heilsysteme auf dieser Erde. Es zieht sich auch über den ganzen Erdball. Alle Kulturen haben oder hatten ihre Schamanen. Durch Lehrgänge wird man nicht zum "Schamanen" aber man erlernt Praktiken um sich, der Gesellschaft, einzelnen Menschen, Tieren, Orten und der Erde als Freund zu helfen. Schamanismus gilt als Ursprung aller Medizin und Religion. Dem Schamanismus wurde 1980 von der Weltgesundheitsorganisation in der Behandlung der psychosomatischen Erkrankungen dieselbe Bedeutung zuerkannt wie der westlichen Medizin !
Die schamanischen Inhalte wurden über jahrtausende weitergegeben, die Kräfte der Natur, den Elementen, Feuer, Wasser, Erde und Luft, die Kräfte der Pflanzen, der Tiere und Steine werden einbezogen und vor allem wahrgenommen. Es gilt sie so zu lenken, dass sie sich für das Wohlergehen der Menschen, Welt und Tieren einsetzen. Die gesamte Natur ist für den schamanisch Praktizierenden beseelt. Es ist alles mit allem verbunden und entsprechend wird Tier, Stein, Pflanze ebenso mit Respekt und Achtung behandelt wie der Mensch.
Der Schamane hilft durch seine Kenntnisse und Fähigkeiten die Disharmonien wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Der schamanisch Praktizierende kennt keine Leere, er kann durch seine Reisen zwischen die Dinge reisen und in die nichtalltägliche Wirklichkeit reisen. Wir alle wissen inzwischen, das physische Materie nicht fest ist, sondern aus Atomen zusammen gesetzt ist, die wiederum auch nicht aus fester Masse bestehen, sondern aus Elektronen die um den Kern kreisen. Dieser Raum im Innersten und im Dazwischen kann besucht, bereist, erforscht werden. Durch diese Fertigkeit kann der schamanisch Praktizierende das sehen was andere nicht sehen. Er wandert zwischen den Welten und in andere Welten auf unterschiedlichen Ebenen und in verschiedenen Energiefrequenzen. Alle Welten haben ihren Platz. Der schamanisch Praktizierende sieht Gesundung als einen ganzheitlichen Prozess an, er vermittelt zwischen den Welten, zwischen den Menschen und den "Geistwesen". Das ist uns allen noch etwas fremd, aber Studien belegen, das Schamanen keine Psyhotiker, Neurotiker sind sondern um sehr gesunde Menschen, die über einen sehr starken Lebensbewältigungsmechanismus verfügung, der sich oft sehr von dem eines so genannten Gesunden abhebt. Die schamanischen Reisen Um in die anderen Welten zu reisen, benötigen wir keine Drogen o.ä. Die Kultur ist hier längst verloren gegangen.
Mit Hilfe der Trommel kommt der schamanisch Praktizierende in die nichtalltägliche Wirklichkeit. Durch den besondern Rhytmus kommt das Gehirn des Reisenden in den Thetarhytmus. Die Gehirnwellen Gehirnwellen sind die Summe der elektrische Aktivitäten der Großhirnrinde, die mittels Elektroden gemessen werden können. Jede der unzähligen elektrochemischen Entladungen unserer Nervenzellen erzeugt normalerweise ein winziges elektromagnetisches Feld mit einer Frequenz zwischen einer und 40 Schwingungen pro Sekunde. Die Summe dieser Signale ergibt die "Gehirnwellen". In einer Meditation ist unser Gehirn in den sog. Alphawellen, darum ist eine Schamanereise keine Phantasiereise. Das würde dem nicht gerecht. Theta-Wellen (4 - 8 Hz) treten im Traumschlaf auf und während Trancezuständen. Die Formationen des Unterbewußtsen sind aktiv, die Tür zu hoher Kreativität steht offen. Dieser Zustand ist charakteristisch für plastisches Vorstellungsvermögen, erhöhte Lern- und Erinnerungsfähigkeit, Fantasiebilder, Inspiration bis hin zu Traumsequenzen. Typisch für Gipfelerfahrungen und ideal für freies Assoziieren und kreatives Denken . Thetawellen treten auchbei Kindern bis zum zehnten, zwölften Lebensjahr erhöht auf. ( Können sie deshalb noch vermehrt Naturgeister sehen und wahrnehmen ? ) Die Welten, die der Schamane in den Reisen bereist: In den Welten treffen wir unsere Spirits, die uns unterstützen, auffordern und uns helfen unseren Weg zu gehen. In diesen Welten kommen wir uns selbst und anderen näher. Wir alle haben diese tiefe Wissen verborgen in uns, durch das Reisen bekommen wir wieder Zugang. Das kosmologische Weltbild ist in mehrere gleichzeitig existierende Welten aufgeteilt.
Die untere Welt: Durch einen Tunnel ( kann als Geburtskanal interpretiert werden ) reisen wir in die untere Welt, die nicht zu verwechseln ist mit der Unterwelt unseres Denkens. In der unteren Welt können wir unsere Krafttiere treffen. Die Krafttiere sind unsere Helfer und wir können ihre Kraft täglich in unser Leben integrieren. Die obere Welt können wir z.B. über einen Baum bereisen, dort begegnen uns unsere Geistführer. In der mittleren Welt leben wir. In den Welten erfahren wir alles über diese Welt, über uns, über das Leben und wir können auch um Hilfe für andere bitten. Natürlich haben wir auch die Möglichkeit mit Naturgeistern Kontakt aufzunehmen.
|